prcd-PRA-Gentest
WICHTIG
Sehr geehrte Labradorbesitzer,
wie die Firma LABOKLIN GmbH uns mit Datum vom 14.02.2008 mitgeteilt hat, gelten ab sofort neue Preise für den prcd-PRA Gentest. Neben dem Labor OPTIGEN in den USA steht nun auch ein Partnerlabor in Europa ("Genindexe" in Frankreich) für die Durchführung des Tests zur Verfügung.
Nach rechtlicher Abklärung der Patentsituation besitzt dieses LABOKLIN-Partnerlabor ein Weiterbenutzungsrecht für den prcd-PRA-Gentest, das eine Ausnahme zum gültigen Patent von OPTIGEN darstellt.
Wie auf der Züchterversammlung am 1.3.2008 beschlossen, steht es Ihnen frei, nun für die Auswertung der Blutproben das französische oder das amerikanische Labor zu wählen. In jedem Fall bereitet LABOKLIN die Proben für Sie auf, wenn Sie die Einsendung mittels des LCD-Formulares vornehmen.
Bei der Auswertung durch OPTIGEN wird ein Betrag in Höhe von 154,70 € inkl. Mwst. fällig (vorher 90,- € zzgl. Mwst.), Bearbeitungsdauer ca. 5-6 Wochen.
Der von OPTIGEN durchgeführte Test ist international anerkannt und Sie erhalten ein OPTIGEN-Zertifikat zusätzlich zur Laboklin-Befundung.
Bei der Auswertung durch GENINDEXE bietet Laboklin einen Preis von 59,50 € inkl. Mwst. an, Bearbeitungsdauer ca. 3 Wochen.
Bitte geben Sie daher auf dem Untersuchungsformular an der entsprechenden Stelle unbedingt das Labor an, das den Test durchführen soll.
Für weitere Auskünfte stehen Ihnen die Vorsitzende der Zuchtkommission oder die Geschäftsstelle selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung.
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Labradore, die über den Erbgang der Eltern als "prcd-PRA frei"
eingestuft werden können, sind in der Datenbank mit der Kennzeichnung PRCD-PRA: normal (*) versehen.
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Die Erkrankung
Die Progressive Retina Atrophie (PRA) ist eine Erkrankung der Netzhaut (Retina), die durch kontinuierliches Fortschreiten immer zur Erblindung führt. Dabei werden die Photorezeptoren des Auges im Laufe der Zeit zerstört. Zuerst verlieren die Stäbchenzellen ihre normale Funktion, was zu fortschreitender Nachtblindheit sowie dem Verlust der Anpassung des Sehvermögens an das Dämmerlicht führt. Durch die Zerstörung der Zapfenzellen kommt es schließlich zur völligen Erblindung des Hundes.
Die klinischen Symptome treten in der Regel schon in der frühen Jugend auf, in den verschieden Hunderassen allerdings zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Die Diagnose von Netzhaut-erkrankungen beim Hund ist oft schwierig. Der prcd-PRA Gentest ist sehr hilfreich für eine gesicherte Diagnose dieser Krankheit.
prcd-PRA: Die Mutation und der Erbgang
Die für die prcd-PRA verantwortliche Mutation wurde im Jahr 2006 von der Arbeitsgruppe von Gustavo D. Aguirre (University of Pennsylvania, USA) identifiziert.
Die prcd-PRA wird autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass ein Hund nur erkrankt, wenn er je ein betroffenes Gen von Vater und Mutter erhalten hat. Es müssen also sowohl Vater- als auch Muttertier das mutierte prcd-Gen tragen.
Träger, d.h. Tiere mit nur einem betroffenen Gen, können zwar selbst nicht erkranken, geben aber die Erbanlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre Nachkommen weiter. Bei der Verpaarung von zwei Trägern besteht die Gefahr, dass die Nachkommen von der Erkrankung betroffen sind. Deshalb sollte niemals ein Träger mit einem anderen Träger verpaart werden.
Die prcd-PRA folgt einem autosomal rezessivem Erbgang.
Es gibt drei Genotypen:
1. Genotyp N/N (homozygot gesund): Dieser Hund trägt die Mutation nicht und hat ein extrem geringes Risiko an prcd-PRA zu erkranken. Er kann die Mutation nicht an seine Nachkommen weitergeben.
2. Genotyp N/PRA (heterozygoter Träger): Dieser Hund trägt eine Kopie des mutierten prcd-PRA-Gens. Er hat ein extrem geringes Risiko an prcd-PRA zu erkranken, kann die Mutation aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % an seine Nachkommen weitergeben. Ein solcher Hund sollte nur mit einem prcd-PRA mutationsfreien Hund verpaart werden.
3. Genotyp PRA/PRA (homozygot betroffen): Dieser Hund trägt zwei Kopien des mutierten prcd-Gens und hat ein extrem hohes Risiko an prcd-PRA zu erkranken. Er wird die Mutation zu 100 % an seine Nachkommen weitergeben und sollte nur mit einem prcd-PRA mutationsfreien Hund verpaart werden.
Neben der amerikanischen Firma OPTIGEN bietet mittlerweile auch das Labor GENINDEXE in Frankreich den prcd-PRA-Gentest an. Hierzu wird ca. 0,5 ml EDTA-Blut benötigt. Mittels eines bei unserer Geschäftsstelle erhältlichen Formulares können LCD-Mitglieder diesen Test zu besonders günstigen Konditionen über die Firma LABOKLIN in Bad Kissingen vornehmen lassen.


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