Zucht im Labrador Club Deutschland e.V.


Ein Labrador aus dem LCD - was bedeutet das?
Der Labrador Club Deutschland (LCD) ist neben dem Deutschen Retriever Club (DRC) der einzige Zuchtverband, der vom VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen e.V.) für das Züchten von Labrador Retrievern anerkannt ist. Dieser unterliegt wiederum als einziger Verband in Deutschland dem internationalen FCI (Fédération Cynologique Internationale). Der LCD ist Mitglied im JGHV (Jagdgebrauchshundeverein).

Zuchtstättenabnahme / Zwingerschutz
Damit der Besitzer einer Zuchthündin eine Zuchtstätte betreiben kann, muss dies durch eine Zuchtstättenabnahme genehmigt werden. Jeder Zwinger besitzt einen international geschützten, unverwechselbaren Namen, der als Zunahme der gezüchteten Hunde geführt wird.
Die Züchter sind verpflichtet ihre Hunde artgerecht, hygienisch, in bestem Ernährungszustand zu halten und eine verhaltensgerechte Aufzucht der Welpen mit menschlichem Kontakt zu sichern.
Entsprechende Antragsformulare finden Sie im Menü VEREIN unter "Formulare"

Wesenstest (WT)
Unsere Zuchthunde müssen einen Wesenstest im LCD oder DRC bestanden haben. Der WT soll den Erhalt des freundlichen und charakteristischen Wesens des Labradors sichern. Hier werden ab einem Lebensalter von 6 Monaten (LCD) bzw. 9 Monaten (DRC) folgende Anlagen geprüft:
• Wesensfestigkeit und –freundlichkeit
• Bindung zum Hundeführer
• Verhalten gegenüber fremden Menschen
• Belastbarkeit in der Menschenmenge (inkl. einengender Situationen)
• Optische und akustische Belastbarkeit
• Bring-, Beute-, Spürtrieb
• Schussfestigkeit

Formwert (FW)
Weitere Zuchtgrundlage ist das Absolvieren des Formwertes. Die Zuchttiere müssen mindestens die Formwertnote „sehr gut“ erlangen. Gerichtet wird nach dem FCI Standard Nr. 122c.

Erbgesundheit
• HD und ED
Jede Zuchthündin, jeder Zuchtrüde muss zum Erlangen der Zuchtzulassung ab einem Alter von 12 Monaten unter Narkose einer Röntgenuntersuchung auf HD (Hüftgelenksdysplasie) und ED (Ellenbogengelenksdysplasie) unterzogen werden. Die Röntgenbilder werden von einem unabhängigen Gutachter an der Tierärztlichen Fakultät der Justus-Liebig-Universität in Gießen ausgewertet. Die Auswertungsergebnisse werden im Clubmagazin und in der Datenbank der HP ( www.labrador.de ) regelmäßig veröffentlicht.
Die Röntgenergebnisse werden eingestuft in:

HD A1-A2 (frei) ED li/re 0/0
HD B1-B2 (Grenzfall) ED GF
HD C1-C2 (leicht) ED li/re I/I
HD D1-D2 (mittel) ED li/re II/II
HD E1-E2 (schwer) ED li/re III/III

• HD und ED entsteht durch:
1. Genetik (Vererbung)
2. Ernährung (übermäßige Fütterung und zu proteinreiche Nahrung)
3. Belastung im ersten Lebensjahr (zu lange Spaziergänge, Treppensteigen, zu häufiges Toben mit zu großen Artgenossen)

• PRA und HC
Zudem werden die Hunde einer jährlichen Augenuntersuchung auf PRA (fortschreitende Netzhautauflösung mit schließlicher Erblindung) und HC (vererbter grauer Star) unterzogen. Nur befundfreie Tiere dürfen in der Zucht eingesetzt werden.
Mittlerweile gibt es die Möglichkeit, einen PRA-prcd-Gentest durch Untersuchung des Blutes des Hundes machen zu lassen. Hierzu steht nicht nur das amerikanische Labor OPTIGEN, sondern zwischenzeitlich auch die deutsche Firma Laboklin GmbH zur Verfügung.
PRA-prcd A1 oder N/N oder CLEAR = (frei)
PRA-prcd B1 oder N/PRA oder CARRIER = (Träger), übertragen, erkranken selbst nicht
PRA-prcd C1 oder PRA/PRA oder AFFECTED = (Kranke), erblinden

Wurfabnahme
• Implantation eines Mikrochip
• Impfung
• Entwurmung
In der 8. Lebenswoche erfolgt die Wurfabnahme des gesamten Wurfes unter dem Beisein der Mutterhündin und des Züchters in dessen Zuchtstätte durch den/die Zuchtwart/in. Hierbei werden die Welpen intensiv begutachtet, eventuelle Mängel in einem ausführlichen Wurfabnahmebericht protokolliert.
Die Welpen werden von einem Tierarzt gechipt und geimpft. (ab 2010 müssen alle reisenden Hunde innerhalb der EU mit einem Mikrochip versehen sein).
Zum Zeitpunkt der Wurfabnahme müssen die Welpen mehrfach (4x) entwurmt worden sein.

Welpenkauf

Sind Sie darauf vorbereitet,…

1. für diesen Hund und alle seine Bedürfnisse die volle Verantwortung während der nächsten 10-15 Jahre zu übernehmen?
2. die beträchtliche Menge an Zeit und Geduld zu investieren, die nötig ist, um den Hund zu einem guten Begleiter auszubilden?
3. sich zu informieren über die korrekte Versorgung des Hundes, angemessene Trainingsmethoden und wie man ihn pflegt?
4. sich einen Jagdhund (denn der Labrador ist eine Jagdhundrasse) ins Haus zu holen? Seine Vorfahren wurden dafür gezüchtet, den ganzen Tag lang ihre Aufgaben beim Apportieren von geschossenem Wild zu erfüllen. Die dafür erforderliche hohe Aufmerksamkeit und Arbeitsfreude steckt auch heute noch in den Hunden. Sie brauchen deshalb körperliche und vor allem auch geistige Beschäftigung unterforderte Labradore werden schnell hochgradig destruktiv und stehen diesbezüglich in der Spitzengruppe der Hunderassen!
5. den Hund immer sicher unterzubringen – kein Streunen, kein Leben als Kettenhund, aber ein solider Zaun um das Grundstück?
6. dass der Hund genug Zuwendung und Bewegung bekommt? Labradorwelpen brauchen Aufsicht und Erziehung, viele Stunden am Tag, jeden Tag!
7. die Geduld aufzubringen, die nötig ist, um die Herausforderungen des Welpen- und Heranwachsendenalters (das bis zu 3 Jahren dauern kann) zu akzeptieren (und zu genießen), und auch jeden anderen Lebensabschnitt angemessen mitzuerleben?
8. mit starkem Haaren, ins Haus mitgebrachtem Schlamm, Herumschleppen von Gegenständen, engem Körperkontakt und hoher Aktivität des Hundes für die nächsten 10-15 Jahre zu leben?
9. Geld auszugeben, um die notwendige tierärztliche Versorgung für das ganze Leben sicherzustellen? Dies beinhaltet regelmäßige Wurmkuren und Impfungen, Röntgenuntersuchungen der Hüften und Ellbogen, jährliche Vorsorge-Untersuchungen, aber sicher auch viele andere erforderliche Behandlungen im Laufe des Lebens.
10. sich klarzumachen, dass die Kosten der Anschaffung eines Welpen nur ein Bruchteil der Gesamtkosten ausmachen, und dass diese bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 12 Jahren für einen mittelgroßen Hund über 10.000 Euro betragen können?
11. dass der Hund auch in Zeiten von Urlaub, Krankheit oder sonstigen Verhinderungen ordentlich versorgt werden kann? Trägt die ganze Familie die Anschaffung mit, oder gibt es Familienmitglieder, die sich dagegen wehren?
12. den Züchter informiert und auf dem Laufenden zu halten über die Erfolge Ihres Hundes und auch über mögliche Probleme? Ihre Fragen dem Züchter oder einem anderen Hundeexperten vorzulegen, bevor sie zu Problemen werden und der Hund außer Kontrolle gerät?
13. die Verantwortung für den Hund auch weiterhin zu übernehmen, wenn sich unausweichliche Veränderungen der eigenen Lebensumstände ergeben (ein neues Baby, Kinder gehen aus dem Haus, Wohnungswechsel oder Rückkehr in den Beruf)?
Wenn Sie alle genannten Fragen mit JA beantwortet haben, sollten Sie anfangen, sich nach einem guten Züchter umzuschauen. Beginnen Sie frühzeitig damit, denn die meisten seriösen Züchter haben eine Warteliste zwischen einigen Monaten und ein paar Jahren. Denken Sie daran, dass der richtige Welpe es wert ist, dass Sie auf ihn warten!


Labrador Club Deutschland e.V. Labrador Club Deutschland e.V. Labrador Club Deutschland e.V. Labrador Club Deutschland e.V. Labrador Club Deutschland e.V. Labrador Club Deutschland e.V. Labrador Club Deutschland e.V.

LOGIN

Melden Sie sich an..
Benutzername
Passwort

» Login beantragen
Welpenliste

KALENDER

13.03.2010 - 14.03.2010: Wesenstest in Oberursel/Ts.

13.03.2010: CACIB LCD in Offenburg

14.03.2010: Begleithundeprüfung in Remscheid


SUCHE

Suche nach Hunde- und Zwingernamen: